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"Sputnik" ist eine durch und durch gelungene Mission, die mit hoher Witz-Dichte und atemberaubendem Tempo von einem Handlungsstrang zum nächsten hüpft. Aus der Satellitenumlaufbahn zum Klassentreffen im Wiener Prater: " Die Geisterbahn ist erbärmlich. Da mußt dich ja vor Langos mehr fürchten."

Channel-Hopping durchs globale Dorf: "Nimmst du heimlich wortschatzerweiternde Drogen?" Kein um Natürlichkeit ringende Gestik mehr - Maurer konzentriert sich auf seine unbestreitbare Stärke:Die Sprache. ie trägt ihn mit Resonanz von nostalgischen Erinnerungen zu bodenständigen Endzeitvisionen; " Meine Putzfrau aus Bosnien kann auf deutsch nur: Grüß Gott, Danke, Ata, Cif und Danclor. Ich hatte ja schon längst auf biologische Putzmittel umgestellt, aber mit billigen Putzfrauen aus Traiskirchen? Keine Chance!"

Geblieben ist dem "sehr lustigen, aber unverändert weltverdrossenen" (Eigendefinition) Kabarettisten jenes leichte Zucken der Lachmuskeln, der kleine Schalk in den Mundwinkeln, der sich bei einer gelungenen Pointe bemerkbar macht und den Kabarettisten kurzzeitig von der ihm erschaffenen Figur trennt. Doch was für einen Schauspieler der untergang wäre, wirkt bei Thomas Maurer wie eine sympatische Distanzierung. Aus einem Hemmschuh ist ein trittsicheres Markenzeichen geworden. Standard

Der Lichtblick der Woche ist das neue Programm von Thomas Maurer, "Sputnik", der geglückte Versuch, Kabarett nach den Gesetzen des Kabelfernsehens zu machen. Er flippt durch die Kanäle des Lebens, um schlußendlich - wie damals - nirgendwo zu landen. Falter