Servus Hong-Kong

Eine Zweimann-Operette

Die frühen Vierziger: Goldene Jahre für die deutsche Unterhaltungskunst. Lieder, die noch eine Melodie haben, mit Texten, die sich noch reimen, in einer Umwelt, die noch heil ist, kurz: eine Kunst, die auch der kleine Mann versteht; ganz ohne moralisch erhobenen Zeigefinger.Goldene Jahre  also für Heger und Pfleger der silbernen Blüte der Operette (etwa die beiden jungen Freunde Fred v.Papen und Hans Hablik, Dichter und Tonsetzer), - einer Blüte, die aber wenig später - wie mit einem Schlag - verwelken sollte. Für Jahrzehnte. Bis jetzt.

Und ein Kammerspiel im Stil eines UFA-Films. Spielt in den frühen Vierzigerjahren, und im Wien der Weltausstellung von 1873, und im Makedonien Alexanders des Großen (vielleicht), auf jeden Fall aber 1993. Der Librettist Hans Hablik (Thomas Maurer) & der Komponist  Fred v.Papen (Leo Lukas), in dessen winzigem Dachzimmer gerrade die Operette "Servus Hong-Kong!" entsteht; ihre Hauptfiguren Johann von Pfeiffer & Ferry Lipschitz, Musikbegeisterte in der "Goldenen Ära" der Operette (den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts);

Maurer & Lukas, Unterhaltungskünstler des zu Ende gehenden zweiten Jahrtausends, die gerade ein Stück über Hablik & v.Papen verfassen; haben sie alle irgendetwas gemeinsam?

eingerichtet von Petra Dobetsberger